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Man sollte ein Land nicht nach seinen grossen Helden beurteilen, doch im Falle Finnlands ist das sehr gut möglich.
Die Hauptpersonen im finnischen Nationalepos Kalevala sind patriotisch, die Krieger vollbringen wahre Heldentaten. In ihrem Privatleben sind diese starken Männer jedoch oft alles andere als heldenhaft und tun sich sehr schwer, ihrer Auserwählten mit poetischen Worten den Hof zu machen. Die Frauen in der Kalevala sind dickköpfig, matriarchalisch und stark familienorientiert.
Im Lande tummeln sich viele Natur- und Waldgeister. Niemand würde es wagen, die Heiligkeit der Wälder anzuzweifeln. Für die Vorfahren der heutigen Finnen sind die Seen und Flüsse der Himmel auf Erden.
Und wie ist es heute?
Die finnische Mentalität ist dadurch geprägt, dass Finnland eine große Fläche aber wenig Einwohner hat. Die mehr als fünf Millionen Menschen sind sich relativ ähnlich und trotzdem ist der finnische Charakter sehr widersprüchlich.
Auf der einen Seite ist der Finne sehr gastfreundlich und sozial, auf der anderen Seite muß das Sommerhaus (käsamökki) am See weit vom Nachbarn entfernt sein.
Der eine Finne ist am liebsten Zuhause, der andere gerne irgendwo in der Welt unterwegs.
Jede/r Finne/in hat dazu sein eigenes SISU und alle zusammen haben es geschafft aus einer 600-jährigen Abhängigkeit von Schweden und einer 100-jährigen Duldung durch das russische Zarentum eine Demokratie zu schaffen, die dieses Jahr (06.12.2007) 90-jähriges Jubiläum feiern kann und dazu beispielhaft in der Welt ist. Gans nebenbei hat man dieses Jahr das 100-jährige Wahlrecht der Frauen feiern können.
Finnland wird durch Land und Leute geprägt, zu einem Staat mit Historien und zukunftweisenden Aktivitäten die in Europa seinesgleichen suchen.
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